Ein Jahr ohne Geldsorgen

Freitag, 18 Januar 2019
Ein Jahr ohne Geldsorgen

Kurz wird’s still am anderen Ende der Leitung. Nur wenige Sekunden lang. Ein Zeichen dafür, dass Dr. Johann N. Meierhofer überwältig ist. Überwältigt von der enormen Großzügigkeit der Leser des Garmisch-Partenkirchner/ Murnauer Tagblatts. Auf den Konten der landkreisweit aktiven Mehrwert.Die Bürgerstiftung, die als Partner der Heimatzeitung die Weihnachtsaktion zu
Gunsten des Hospizvereins Werdenfels unterstützt, sind bislang 74.400 Euro eingegangen. „Wahnsinn“ nennt der Vorsitzende dieses Zwischenergebnis. „Dann können wir auf alle Fälle schon vernünftig umziehen.“

Die neuen Räume an der Bahnhofstraße in Garmisch-Partenkirchen, durch den der Hospizverein mehr ins Geschehen rückt, schlagen mit 30.000 Euro zu Buche. Ob es bei dieser Summe bleibt, kann Meierhofer nicht sagen. Noch gibt’s viel zu tun in der früheren Apotheke. Zwar arbeitet der Elektriker bereits, alles andere kann aber erst passieren, wenn die Glasfront erneuert ist. Zum einen wird aus zwei Eingängen einer, zum anderen werden Thermoscheiben eingesetzt. Neben diesem Betrag schultert der Verein jedes Jahr 50.000 Euro für den  laufenden Betrieb.

Deshalb strebt Ulrich Willburger, Vorsitzender der Bürgerstiftung auch die 80.000-Euro-Marke an. „Dann ist 2019 gesichert, das wäre doch ein großartiges Ergebnis.“ Die Spendenkonten  bleiben jedenfalls bis Ende Januar geöffnet. Tagblatt-Redaktionsleiter Peter Reinbold hofft ebenfalls, dass darauf auch weiter kräftig eingezahlt wird. „Wenn wir dem Verein mit Hilfe unserer Leser ein sorgenfreies Jahr und einen problemlosen Umzug bescheren könnten, würde mich das sehr freuen.“ Ihn beeindruckt, was die ehrenamtlichen Kräfte leisten, um Sterbenden und ihren Familien zu helfen. „Leben bis zuletzt“ lautet das Motto des Hospizvereins, der im Schnitt 100 bis 120 Betroffene im Landkreis Garmisch-Partenkirchen unterstützt. Dabei geht’s eben nicht allein um Krankheit und Tod, sondern auch ums Leben. „Darum, was jetzt noch wichtig ist“, betont Meierhofer. Dieser Einsatz ist in diesem Dezember voll ins Bewusstsein der Tagblatt-Leser gerückt. „Wir waren sehr froh, dass wir unsere Arbeit einmal in dieser Form präsentieren konnten“, sagt der Vorsitzende des Hospizvereins. Dazu gehörten freilich auch die Betroffenen, die ihre sehr persönlichen Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilten. „Alle haben dazu beigetragen, Mut zu machen und Aufmerksamkeit herzustellen.“